AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen

Der Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, Diskriminierung und Vorurteile allgemein und insbesondere gegenüber Sinti und Roma in der Gesellschaft und auch in den Kirchen wahrzunehmen, kenntlich zu machen und zu überwinden. Er will über die Struktur und Funktionsweise von Antiziganismus aufklären und zur Verständigung zwischen Mehrheitsgesellschaft und Sinti und Roma beitragen.

Der Arbeitskreis entstand aus einer Nachfrage der evangelischen japanischen Kirchen an die EKD bei einer Kirchenkonsultation 1993 zur Zusammenarbeit mit Minderheiten in Deutschland. In der Folge haben mehrere Delegationen zusammen mit Vertretern von Organisationen der Sinti und Roma Japan besucht und die dortige Anti-Diskriminierungsarbeit für „Buraku" kennen gelernt. 1999 wurde dann dieser Arbeitskreis gegründet. - WEITERLESEN: Vorgeschichte des Arbeitskreises

Seit Jahrhunderten leben Sinti und Roma in Europa, wo sie in den einzelnen Ländern historisch gewachsene und alteingesessene Minderheiten bilden. In Deutschland beispielsweise leben heute rund 70.000 Sinti und Roma. In ihren Familien verwenden sie neben Deutsch als zweite Muttersprache die Sprache Romanes.

„Zigeuner“ ist eine in ihren Ursprüngen bis ins Mittelalter zurückreichende Fremdbezeichnung durch die Mehrheitsbevölkerung und wird von der Minderheit selbst als diskriminierend abgelehnt. An ihre Stelle ist der authentische Eigenname „Sinti und Roma“ getreten. Dabei bezeichnet „Sinti“ die in Mitteleuropa seit dem Spätmittelalter beheimateten Angehörigen der Minderheit, „Roma“ diejenigen südosteuropäischer Herkunft.

Quelle: Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Roma und Sinti, Internet www.sintiundroma.de

Für Mitglieder, Freundinnen und Freunde des AK Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg und Interessierte.