AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

Mahnmal Berlin

Berlin: Das Mahnmal (2)

Mahnmal in Berlin
Juli 2020  (25.07.2020)

Der Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg hat beobachtet, wie sich die Bahn bez. des Mahnmals der Sinti und Roma in Berlin schließlich positionieren wird. Er hat nun in einem Brief an die MDBs aus BW den folgenden Brief geschrieben und ist dem Aktionsbündnis "Unser Denkmal ist unantastbar" beigetreten. Hier der Brief

Berlin: Das Mahnmal

Mahnmal in Berlin
Juli 2020  (11.07.2020)


20200711 rnz rose mahnmal berlin
"So darf man mit uns nicht umgehen"   

Rhein-Neckar-Zeitung, 11. Juli 2020. von Ingrid Thoms-Hoffmann

"Glaubt man, mit den Roma und Sinti so umgehen zu können?"
Berliner Zeitung vom 8.7.2020 von Susanne Lenz

Das Mahnmal bleibt! By any means necessary
Bundes Roma Verband, Götitngen. 7. Juli 2020

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma führt Gespräche mit allen Beteiligten Institutionen über die Planung für die S21 und den Umgang mit dem Denkmal für die im NS ermordeten Sinti und Roma Europas.
Am 1. Juli 2020, beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg

Hotel Silber an Deutsche Bahn, Reg.Bürgermeister Berlin, Staatsminsterin für Kultur und Medien.
vom 24.06.2020
"... Jahrelang haben die deutschen Sinti nach der Befreiung 1945 darum gekämpft, von der deutschen Mehrheitsgesellschaft und der Politik als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt zu werden. Viel Zeit, viel Mut, viel Mühe waren nötig, um an den dicken Brettern antizyganistischer Vorurteile und Ignoranz so lange zu bohren, bis diese bereit waren, sich zu einem Schuldeingeständnis und einer Entschuldigung durchzuringen. Das war ein schwerer Weg, der am 4. April 1980 mit dem Hungerstreik deutscher Sinti in der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau öffentlichkeitswirksam wurde und 1982 zur Anerkennung des Leidens der Sinti und Roma als Völkermord durch den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt führte. ...
Das ebenfalls gegen viele Widerstände errichtete Mahnmal für das Schicksal der europäischen Sinti und Roma im Berliner Tiergarten ist nicht nur ein Symbol der NS- Verbrechen sondern zugleich der Anerkenntnis deutscher Schuld durch die Politik und (hoffentlich) die Mehrheit der Deutschen. Unsere Initiative fühlt sich diesem Kampf um Anerkenntnung seitens der deutschen Sinti und Roma sehr verbunden, was auch darin zum Ausdruck kommt, dass der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden- Württemberg, Gründungsmitglied unseres Vereins ist. ..."

 

 

 

 

Aktionsbündnis "Unser Denkmal ist unantastbar!"

07. Juli 2020

Pressemitteilung des
Aktionsbündnisses "Unser Denkmal ist unantastbar!"

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"Berliner Verkehrssenatorin: Aktionsbündnis wird in künftige Gespräche über das Denkmal eingebunden

>  Treffen des Aktionsbündnisses „Unser Denkmal ist unantastbar!“ mit der Berliner Verkehrssenatorin Günther
>  Senatorin Günther spricht von „maximalem Schutz“, lehnt es jedoch ab, das Denkmal für Sinti und Roma zum „Zwangspunkt“ für die Bauplanungen zu erklären
>  Das Aktionsbündnis wird Verhandlungspartner des Berliner Senats
>  Protest gegen eine Beeinträchtigung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas wird verschärft

Beim Gespräch mit Vertretern des Aktionsbündnisses „Unser Denkmal ist unantastbar!“ am späten Nachmittag des 06.07.2020 hat die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther ihre Bereitschaft bekundet, sich für einen „maximalen Schutz“ des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas angesichts der geplanten Baumaßnahmen für die S21 einzusetzen.

Auch auf mehrfache explizite Nachfrage hin war die Verkehrssenatorin jedoch nicht bereit, das Denkmal zum sogenannten „Zwangspunkt“ für die Bauplanungen zu erklären. Erst damit würde das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in seiner Gesamtheit unangetastet bleiben. Auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist ein solcher „Zwangspunkt“. ...."

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