AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

Mahnmal Berlin

Das Mahnmal - by any means necessary

Bundes Roma Verband e.V. 
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03.07.2020

Das Mahnmal bleibt! By any means necessary

".... Alle heute lebenden Roma und Sinti sind Nachkommen der Verfolgten, Kinder und Enkel der Überlebenden. Viele unserer Menschen haben kein Grab. Sie wurden in Todeslagern vergast, in Wäldern erschossen, in Massengräbern verscharrt. Unser Denkmal in Berlin ist der Ort, an dem wir um die Toten ohne Gräber trauern.Alle heute lebenden Roma und Sinti sind Nachkommen der Verfolgten, Kinder und Enkel der Überlebenden. Viele unserer Menschen haben kein Grab. Sie wurden in Todeslagern vergast, in Wäldern erschossen, in Massengräbern verscharrt. Unser Denkmal in Berlin ist der Ort, an dem wir um die Toten ohne Gräber trauern. ...

Es ist aber nicht nur ein Ort der Trauer für die Hinterbliebenen. Es ist auch ein Ort der Mahnung. Ein Ort des Nie wieder. Somit erfüllt das Mahnmal eine wichtige Funktion für die Mehrheit. Wir können den Völkermord an unseren Menschen nicht vergessen. Die Mehrheitsbevölkerung kann das durchaus, sofern sie überhaupt vom Völkermord an Roma und Sinti weiß. Das Mahnmal ist ein Ort, an dem die Mehrheit aus der Geschichte lernen kann. Darum ist auch die Mehrheit in der Verantwortung, für den Ort zu kämpfen.

....Die Verfolgung von Roma ist nicht nur Teil der Geschichte. Sie ist auch Teil der Gegenwart. Rassismus, Diskriminierung und Gewalt sind Teil unseres Alltags. In Deutschland, in Europa, in der Welt.

Die Abwehr, die sich gegen uns richtet, sowohl in der Migrationsabwehr als auch in historisch gewachsenen strukturell rassistischen Vorgängen 一 sie wirkt schlimmer je weniger Unterstützung und Wahrnehmung wir haben. Daher empfinden wir schon die Diskussionen um das Mahnmal als Angriff. ... "

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"Nicht antasten!"

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Aufruf
Nicht antasten!
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten
Sinti und Roma Europas darf nicht
durch neue Dispute beschädigt werden.



In unmittelbarer Nähe zum Deutschen Bundestag gedenken wir des unermesslichen Leids, das Deutsche in furchtbarer Zeit den Sinti und Roma in Europa zugefügt haben. Zu viele Jahre mussten vergehen, bis dieses Denkmal erbaut wurde. Viel Kraft war nötig, widerstrebende Haltungen mussten überwunden werden, bis dieser Pfeiler des Gedenkens gegen den Strom des Vergessens errichtet werden konnte.

Deshalb vertrauen wir darauf: kein Handeln einer Verwaltung darf diesen, für das gemeinsame Leben notwendige ungehinderte Fließen der kulturellen Erinnerung behindern. Wir könnten es nicht verantworten, wenn die Kraft des Denkmals auch nur für unbestimmte Zeit unterbrochen wird. Das Erinnern an den Völkermord verträgt keine Unterbrechung. Es muss unauslöschlich im Gedächtnis bleiben.

Wer die Ruhe stört, die von diesem Ort der Besinnung ausgeht, ermordet die unschuldigen Opfer ein weiteres Mal. Wir rufen dazu auf: das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas darf nicht angetastet werden. Wir bitten Sie: lassen Sie nicht zu, dass der Platz, von dem Versöhnung ausgeht, einem falschen Denken geopfert wird.

Die Stiftungsräte der Hildegard Lagrenne Stiftung:

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Das Mahnmal bleibt!

Quelle: Rom e.V., Köln


Protestaktion: Schützt das Mahnmal/Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas!


"Liebe Rom*nja und Sinte*ze,liebe Freundinnen, Mitstreiterinnen,

nur drei Monate, nachdem in Hanau neun Menschen ihr Leben als Opfer von rassistischem Terrorismus ließen und noch mehr verletzt wurden,

nur wenige Wochen, nachdem mehrere Rom*nja und Sinte*ze ein weiteres Mal Opfer desselben Gedankengutes wurden, das bereits einmal in der Geschichte Deutschlands, in der Geschichte Europas mehr als einer halben Million Romrr*nja und Sinte*ze das Leben kostete, als sie ihren Tod in den Vernichtungslagern fanden und Opfer eines systematischen Genozid wurden,

ja, während unsere Tränen noch nicht versiegt sind und unsere Wut noch frisch ist, müssen wir uns bereits gegen den nächsten Angriff auf unsere Würde und Anerkennung wehren.

Unser zentraler Gedenkort, Grabmal der Unbegrabenen das Mahnmal/Denkmal für die ermordeten Sinte*ze und Rom*nja Europas im Zentrum Berlins ist bedroht. Bedroht ausgerechnet von jenen, die besonders in Verantwortung für die jetzige Gesellschaft und zukünftige Generationen handeln müssten: Der Deutsche Bundestag und die Deutsche Bahn! Nach deren gemeinsamen Plänen soll unser Mahnmal für ein Bauvorhaben - für eine S-Bahn - temporär entfernt oder teilweise gesperrt werden* Die Deutsche Bahn nennt dieses Bauvorhaben „eines der wichtigsten Zukunftsprojekte** für Berlin. ..."

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