AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

2017: 75 Jahre Gedenken an den Auschwitzerlass

16. Dezember 2017

    Hier   finden Sie die Videobeiträge und die Pressemitteilung von Romno Kher.
Aus der Feierstunde von Romno Kher am 16. Dezember 2017 in Mannheim

Wir zitieren aus der Webpage von Romno Kher: 
Wir bedanken uns für ein würdiges Gedenken, die bewegende Hauptrede von der Landtagspräsidentin Muhterem Aras und dem persönlichen Einblick in das Leben von Romeo Franz, Geschäftsführer der Hildegard Lagrenne Stiftung und seine Erfahrungen mit Traumatisierung. Die Veranstaltung wurde eröffnet mit einem besonderen Beitrag von dem Musiker Aaron Weiss. Gezeigt wurde das musikalisch untermalte Video „Remember our children, they are lost in time“. Das Video zeigt private Fotos von Sinti und Roma aus ihrem Lebensalltag beovor Sie nach Auschwitz deportiert wurden. Bilder von Kommunion, Hochzeit, Wehrmacht, Freizeit, St. Josefspflege in Mulfingen und andere. Der Landtagspräsidentin Muhterem Aras wurden von Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR BW, die Gedenkbücher überreicht: Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

Muhterem Aras betonte in Ihrer Rede:
“Gedenken wir der Opfer, dann ist das mehr als nur ein gebotener Akt der Demut und des Erinnerns. Wir eröffnen damit den Hinterbliebenen, den Angehörigen einer Opfergruppe die Chance, dass sich das Trauma des Völkermords nicht über Generationen unbewältigt weitervererbt. Nur wenn wir den rassistischen Hintergrund der Verfolgung offenlegen und aufarbeiten, können wir heutige Vorurteile und Diskriminierungsmuster auflösen. Daher weisen Gedenkveranstaltungen wie die heutige immer auch den Blick auf das Jetzt und in die Zukunft. Sie haben unmittelbare Relevanz – für mich, für Sie, für uns alle. Eine breit verankerte Gedenkkultur ist mit entscheidend für das Ziel eines offenen Umgangs innerhalb unserer Gesellschaft. […] Wir sollten die Förderung von Vielfalt offensiv zur Leitlinie von Politik und Verwaltung machen. Vielfalt ist unsere Stärke. Ohne diesen Grundwert stünde Deutschland – auch wirtschaftlich – nicht so gut da. Der Umgang mit Vielfalt ist auch die Schlüsselkompetenz für gesellschaftlichen Zusammenhalt“.

 

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