AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

Buraku

2007: Mira Sonntag - Wir wollen kein Mitleid

Diskriminiert werden Buraku-Bewohner heutzutage vor allem beim Heiraten. Obwohl die Weitergabe von Daten aus dem Familienregister gesetzlich verboten ist, gibt es private Agenturen, die durch Beziehungen solche Informationen beschaffen, um Hochzeiten zwischen Buraku und Nicht-Buraku zu verhindern. In der Schule werden den Kindern heimlich Hassparolen auf die Sachen geschmiert oder sie sind als „gefährlich“ verschrien. Häufig behandeln auch Lehrer die Schüler entsprechend den eigenen Vorurteilen.

"Wir wollen kein Mitleid"

Die Buraku-Befreiungsbewegung in Japan

von Mira Sonntag, Mitarbeiterin des EMS im Tomisaka Christian Center

Immer noch muss die japanische Minderheit der Buraku, die allein auf Grund der ihnen traditionell zugewiesenen Berufe diskriminiert werden, mit Anfeindungen leben. Viele ziehen es deshalb vor, ihre Herkunft zu verschleiern.

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Seit einigen Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Buraku in Japan, den Dalits in Indien und den Sinti und Roma in Deutschland. Die Beziehungen werden durch Begegnungen und Austausch enger. Die Zeitschrift des Buraku Liberation Center (BLC) heißt Crowned with Thorns. Sie erscheint zwei Mal im Jahr.

Buraku-Befreiung

Ich bin doch ein Mensch

Kalligraphie aus der Befreiungsbewegung der Buraku

"Der verwundete und zu Boden gefallene Mensch, ist das nicht Jesus selbst?"

Pfr. SEKI, Kyoto, 2002

"Anerkennung verweigern nicht zuletzt viele Christinnen und Christen"

M. Sonntag